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Auslösezahl der Kamera
— Alles, was du wissen musst

Die Auslösezahl (auch Shutter Count oder Auslösungen genannt) gibt an, wie oft der Verschluss deiner Kamera seit der Herstellung ausgelöst wurde. Sie ist der “Kilometerstand” deiner Kamera.

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Was ist der Verschluss und warum verschleißt er?

Der mechanische Verschluss öffnet und schließt sich bei jeder Aufnahme. Wie jedes mechanische Bauteil hat er eine begrenzte Lebensdauer — in der Regel zwischen 100 000 und 500 000 Auslösungen, je nach Kameraklasse.

KameraklasseTypische Verschlusslebensdauer
Einsteiger (z. B. Canon 250D)~100 000 Auslösungen
Mittelklasse (z. B. Nikon D7500)~150 000 Auslösungen
Semiprofessionell (z. B. Sony A7 IV)~200 000 Auslösungen
Professionell (z. B. Nikon D6)~400 000–500 000 Auslösungen

Wie prüfst du die Auslösezahl?

Es gibt drei gängige Wege, die Auslösezahl einer Kamera zu ermitteln:

  1. Online mit ShutterCount — die schnellste Methode. Lade ein JPEG-Foto hoch und erhalte die Auslösezahl in Sekunden, ohne etwas zu installieren.
  2. Mit Software von Drittanbietern — Programme wie ExifTool oder Opanda IExif lesen EXIF-Metadaten aus, müssen aber installiert werden.
  3. Über das Kameramenü — einige Nikon- und Pentax-Modelle zeigen die Auslösezahl direkt im Systeminformationsmenü an.

Für die meisten Fotografen ist die Online-Variante am praktischsten und schnellsten.

Warum ist die Auslösezahl beim Kauf einer Gebrauchtkamera wichtig?

Die Auslösezahl ist der objektivste Indikator für den Zustand einer Gebrauchtkamera. Eine niedrige Zahl bedeutet nicht automatisch einwandfreien Zustand — aber eine sehr hohe kann darauf hinweisen, dass der Verschluss bald getauscht werden muss.

Das Wichtigste auf einen Blick

Der Preis sinkt mit der Auslösezahl. Eine Kamera mit 80 000 Auslösungen ist weniger wert als dasselbe Modell mit 10 000, auch wenn beide einwandfrei funktionieren.

Verschlüsse können ausgetauscht werden. Der Austausch kostet je nach Modell zwischen 150 und 400 Euro.

Systemkameras vs. Spiegelreflexkameras. Spiegellose Systemkameras nutzen häufig den elektronischen Verschluss (der sich nicht abnutzt), sodass ihre mechanische Auslösezahl niedriger ausfallen kann als erwartet.

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