Die Auslösezahl (auch Shutter Count oder Auslösungen genannt) gibt an, wie oft der Verschluss deiner Kamera seit der Herstellung ausgelöst wurde. Sie ist der “Kilometerstand” deiner Kamera.
Auslösezahl jetzt prüfen →Der mechanische Verschluss öffnet und schließt sich bei jeder Aufnahme. Wie jedes mechanische Bauteil hat er eine begrenzte Lebensdauer — in der Regel zwischen 100 000 und 500 000 Auslösungen, je nach Kameraklasse.
| Kameraklasse | Typische Verschlusslebensdauer |
|---|---|
| Einsteiger (z. B. Canon 250D) | ~100 000 Auslösungen |
| Mittelklasse (z. B. Nikon D7500) | ~150 000 Auslösungen |
| Semiprofessionell (z. B. Sony A7 IV) | ~200 000 Auslösungen |
| Professionell (z. B. Nikon D6) | ~400 000–500 000 Auslösungen |
Es gibt drei gängige Wege, die Auslösezahl einer Kamera zu ermitteln:
Für die meisten Fotografen ist die Online-Variante am praktischsten und schnellsten.
Die Auslösezahl ist der objektivste Indikator für den Zustand einer Gebrauchtkamera. Eine niedrige Zahl bedeutet nicht automatisch einwandfreien Zustand — aber eine sehr hohe kann darauf hinweisen, dass der Verschluss bald getauscht werden muss.
Der Preis sinkt mit der Auslösezahl. Eine Kamera mit 80 000 Auslösungen ist weniger wert als dasselbe Modell mit 10 000, auch wenn beide einwandfrei funktionieren.
Verschlüsse können ausgetauscht werden. Der Austausch kostet je nach Modell zwischen 150 und 400 Euro.
Systemkameras vs. Spiegelreflexkameras. Spiegellose Systemkameras nutzen häufig den elektronischen Verschluss (der sich nicht abnutzt), sodass ihre mechanische Auslösezahl niedriger ausfallen kann als erwartet.